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Geschichte

Was Agnes Neuhaus (1854 – 1944) als Gründerin des Katholischen Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder, heute Sozialdienst katholischer Frauen, zunächst für Dortmund und dann durch ihre Tatkraft für ganz Deutschland wurde, das trifft in entsprechender Abwandlung für Anna Simon (1879 – 1967) für die Stadt und die Diözese Augsburg zu. Augsburg, eine damals schon bedeutende Industriestadt, wird großer Anziehungspunkt für viele Mädchen und Frauen vom Land. Teilweise entwurzelt, geraten sie in Not, verlieren durch Schwangerschaft und Krankheit ihren Arbeitsplatz und sind plötzlich starker Diskriminierung ausgesetzt. Anfangs wurde die Arbeit ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen geleistet, bereits im Jahr 1958 wird die erste Sozialarbeiterin eingestellt.

 

Wichtige Meilensteine des SkF Augsburg

1912:

Gründung des Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder durch Anna Simon

1914:

Erwerb des Anwesens „Maria Hilf“ im Äußeren Pfaffengässchen, heute: Mosaik – heilpädagogisch-therapeutische Mädchenwohngruppe

1927:

Baubeginn „St. Afra-Heim“, einem Heim für sogenannte „gefallene Mädchen“ heute: Seniorenheim St. Afra

1937:

Anfrage zur Genehmigung für Entbindungen im Afra-Heim

1942:

Evakuierung von Säuglingen, Klein- und Schulkindern aus dem Afra-Heim wegen der immer zahlreicheren Bombenangriffe aufs Land

1927:

Ausbombung des Afra-Heims beim großen Bombenangriff auf Augsburg, Einquartierung französischer Kriegsgefangener

1944:

Baubeginn „St. Afra-Heim“, einem Heim für sogenannte „gefallene Mädchen“ heute: Seniorenheim St. Afra

1955:

Weiterführen der Fürsorgetätigkeit ohne Einschränkungen

1958:

Einstellung der ersten Sozialarbeiterin, Erste Vorschläge für eine Schulung der Mitarbeiterinnen im Hinblick auf Straffälligenhilfe

1964:

Bau des Josefinums, Schließung der Entbindungsstation im St. Afra-Heim

1972:

Beschäftigung von 19 Sozialarbeiterinnen in Voll- und Teilzeit im Katholischen Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder

1976:

Übernahme der Trägerschaft für das Appartementhaus für Mutter und Kind mit angeschlossener Kindertageskrippe

1979:

Eröffnung der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen

1980:

Ankauf einer Eigentumswohnung für straffällig gewordene Frauen, Entstehung einer heiminternen Wohngruppe mit sechs Plätzen im St. Afra-Heim

1982:

79 hauptamtliche und 38 ehrenamtliche Mitarbeitende, Übernahme der Schwangerenberatungsstellen in Kempten und Neu-Ulm

1983:

Umzug der heiminternen Mädchenwohngruppen vom St. Afra-Heim in das benachbarte Haus „Maria Hilf“

1988:

Abschluss der Umbau-Maßnahmen im St. Afra-Heim mit 47 Altenheimplätzen, 19 Pflegeplätzen und 15 Plätzen in der beschützenden gerontopsychiatrischen Abteilung

1999:

Eröffnung des Ladens „KATZE“ für gebrauchte Kinderkleidung und Kinderausstattung in Augsburg

2001:

Eröffnung von vier Katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in der Diözese Augsburg (Augsburg, Kempten, Neu-Ulm, Landsberg am Lech) beim neuen Trägerverein Donum Vitae/p>

2002:

Eröffnung der Notrufstelle für Opfer sexueller Gewalt in Kaufbeuren

2010:

Erweiterung der Kinderkrippe, um eine dritte Krippengruppe

2012:

Umbau des Mosaiks zu zwei Wohngruppen und Gründung des HIBW (Heilpädagogisch-Innenbetreutes Wohnen) im Schwedenweg

2013:

Eröffnung des Kinderhaus Sonnenschein in Hochzoll- Süd mit insgesamt 130 Kindern in sechs Gruppen

2016 – 2019:

Sanierung des Afraheims und Aufstockung auf 89 Plätze

2018:

Übernahme der Trägerschaft des städtischen Übergangswohnheims für obdachlose Frauen, der Casa Donna, mit 30 Plätzen

2020:

Schließung der “KATZE” Augsburg nach 22 Jahren